eTandem: Erste Testfahrten


Den Wunsch, ein elektrisch angetriebenes Tandem fahren zu können, bewegte ich fast ein Jahr in meinem Herzen. Dann aber fasste ich den Entschluss, mich mit Bernds in Überlingen in Verbindung zu setzen. Angedacht war eine Probefahrt während unseres Bodensee-Urlaubs. Gesagt getan: Ein erster E-Mail-Kontakt wurde nicht beantwortet, nachdem ich aber zum Telefon gegriffen hatte, konnte ich mit dem Hersteller einen verbindlichen Termin finden.

img_3825Der freundliche Empfang bei Bernds steigerte richtig die Lust auf eine Testfahrt. Zunächst ließen wir uns das LowStep-Falttandem mit allen Funktionen erklären. Das Design gefiel uns sehr gut und der Schwerpunkt war – für uns – gefühlt optimal. Die 14-Gang-Rohloff-Schaltung zusammen mit dem Riemenantrieb machte einen soliden Eindruck und ließ sich gut schalten. Ob das auch im Fahrbetrieb der Fall sein würde, sollte die anschließende Probefahrt erkennen lassen. Nachdem der Sattel und die Lenker eingestellt waren, zeigte ein kurzer Blick auf die Akku-Betriebsanzeige, dass dieser voll geladen ist. Also stand einer Fahrt von gut 60 km nichts mehr im Wege. Wir hatten uns eine Tour von Überlingen nach Meersburg ausgewählt, die auch einige kleinere Steigungen enthielt.

Das Anfahren gestaltete sich als ein unerwartet positives Erlebnis, da der Vortrieb uns gut an die für uns gewohnte Fahrweise angepasst schien. Und der Riemenantrieb machte kaum Laufgeräusche (leises Summen). Schnell konnten wir auf 25 km/h beschleunigen und das Tempo auch mit Leichtigkeit halten, ohne dass wir außer Atem kamen. Alle kleinen Anstiege – wie etwa nach Birnau – verdeutlichten, dass der zur Verfügung stehende Drehmoment das Fahren gut unterstützte. Das Umschalten der Antriebssteuerung zwischen Anfahrhilfe bis hin zu Sport war schnell sowie einfach zu bedienen und reagierte zuverlässig. Nach rund 20 km Strecke waren wir in Meersburg angekommen, wo wir uns als ultimative Teststrecke den Tobel ausgesucht hatten, den wir schon einmal versuchten mit unserem manuellen Tandem „zu besteigen“. Die Ladeanzeige zeigte rund 65% Restkapazität an, die allerdings nach etwa 50 m in der Steigung rasch auf 20% fiel. Das wiederum nötigte mich, diesen Test abzubrechen, da ich den Akku nicht überstrapazieren wollte. Daher machten wir uns lieber wieder auf den Rückweg nach Überlingen.

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