_Besitzer eines faltbaren eTandems


butterfly tandem
erste Pause nach rund 58 km Strecke

Man kann es kaum glauben: Ich habe bei Pedalpower in Berlin das eButterfly Tandem abgeholt, dass ich am 17. März 2017 dort bestellt habe. Drei Mal war ich vor Ort und habe unterschiedliche Tandem-Typen zur Probe gefahren. Wie schon im Blog berichtet, fiel die Wahl letztendlich auf das eButterfly, da es ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat und ganz individuell konfiguriert werden kann.

Die Übergabe des Fahrrads fand um 11 Uhr statt, verbunden mit einer Einweisung und kurzen Probefahrt, bei der ich checken konnte, ob alles so wie bestellt vorhanden war und funktionierte. Kurios ist, und das sollte ich nicht verschweigen, dass die Kontaktaufnahme mit Pedalpower sich oftmals schwierig gestaltet: E-Mails werden nicht beantwortet und das Telefon nicht abgehoben. Man muss schon hartnäckig bleiben, um in Kontakt treten zu können. Selbst das posten einer Nachricht auf Facebook bringt hier keine Abhilfe, denn das Team ist zu beschäftigt, um sich diesen „banalen“ Dingen zu widmen. Das ist oftmals frustrierend, aber nicht zu ändern, denn letztendlich steht die Herstellung der Fahrräder im Vordergrund des Unternehmens.

Entgegen meinen Befürchtungen, die ich beim Lesen verschiedener FB-Posts hatte, war mein eButterfly „ready-to-go“ und nach letzten Einstellungen der Sattel- und Lenkerhöhe startklar. Ich befestigte meine iPhone-Halterung am Lenker, zog eine Warnweste und meinen Fahrradhelm an und machte mich auf den Weg nach Bad Freienwalde, dem 58 km entfernten Ziel meiner ersten Tagestour.

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Die Runtastic-App Road Bike half mir dabei, die Fahrt aufzuzeichnen und mit Hilfe von Google-Maps ließ ich mir Richtungsanweisungen geben. Obwohl man in der Basisversion der App keine akustischen Ansagen erhält, fand ich sie hilfreich und unterstützend, denn sie verdeutlichte, welche Strecken man zurückgelegt hat: einfach und hilfreich. Leider sind beide Anwendungen ziemliche Akkuladungsfresser, sodass man immer sein Netzteil dabei haben sollte. Besser ist besser – und ich spreche aus Erfahrung.

Die ersten Kilometer waren etwas gewöhnungsbedürftig, da die 20″-Räder ein anderes Fahrgefühl vermitteln als es 26″- oder gar 28″-Räder tun. Zusammen mit Bremstests, denn die Hydraulikbremsen packen kräftig zu, wenn man die Bremshebel zu stark anzieht, verlief die Jungfernfahrt ohne einem Abwurf über den Lenker.

Nachdem ich mich an das Fahren mit dem neuen eButterfly gewöhnt hatte, konnte ich mich ganz auf das Fahrrad konzentrieren. Ich nahm neue Geräusche wahr, wie etwa den Elektro-Frontrad-Motor (8fun), der leichtes Surren hörbar werden ließ. Als störend stellte sich aber bald ein knarzendes Geräusch der Pedale heraus, das zunächst nur von einem erzeugt wurde, sich schließlich auch an allen anderen wahrnehmen ließ (ich habe die Steckpedale untereinander ausgetauscht, da ich das Geräusch ansonsten nicht ertragen konnte). Die gefederte Frontgabel zeigte auch kleine Schwächen, die sich durch ein knallendes Aufschlagen bei etwas höheren Kanten bemerkbar machten und klappernde Geräusche von sich gaben. Ich versuchte die Federspannung etwas höher zu stellen, was aber leider nur bedingt zu einer Veränderung beitrug. Da ich für den nächsten Tag bereits den Termin zur Erstinspektion vereinbart hatte, rief ich von unterwegs gleich in der Werkstatt an, um die Fahrradtechniker auf diese beiden Mängel schon einmal hinzuweisen. Bereist zwei Stunden später signalisierte man mir per SMS, dass schon eine Lösung für das Gabelproblem gefunden sei und man es bei der Erstinspektion auch gleich beheben werde.

Der Weg von Berlin nach Bad Freienwalde steigt stetig an, was man beim Fahren mit einem Auto so gar nicht wahrnimmt. Zudem gab es auch nur auf einem rund 20 km langen Teilstück einen Radweg. Die verbleibende Strecke bewegte ich mich immer auf der Bundesstraße 158. Ich war froh, dass ich eine Warnweste trug, denn der Autoverkehr war nicht unbeträchtlich und so konnte ich frühzeitig wahrgenommen werden.

Da ich den neuen Akku (36V/13,4Ah) auf seine Laufzeit testen wollte, schaltete ich nur gerade so viel Leistung zu, dass ich mich ohne zu keuchen bewegen konnte. Es war ein angenehmes, aber stetig ansteigendes Fortbewegen. Kleinere Anhöhen bewältigte ich mühelos und längere Anstiege ließen sich problemlos überwinden, da ich dann nur etwas mehr „Power“ über die Motorsteuerung abrief. Am Ortseingang von Bad Freienwalde fällt die Straße über eine längere Strecke mit ziemlichem Gefälle auf die Oder hin ab, was dazu führte, dass ich bei etwa 40 km/h zu meiner eigenen Sicherheit die Geschwindigkeit doch reduzierte, denn die Straßendecke war nicht glatt.

Nach etwas weniger als drei Stunden Fahrtzeit erreichte ich mein Ziel und konnte mich zufrieden über eine Himbeerschnitte hermachen. Die Belohnung war der krönende Abschluss der Jungfernfahrt des eButterfly – leider ohne Sozius, aber trotzdem entspannend schön.

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Die Motorsteuerung zeigte noch eine Restladung von etwa 20% an, was mir die Aussage von Pedalpower bestätigte, dass man mit dem Akku – je nach Zuladung des Tandems und Abrufen der Motorleistung – bis zu 80 km Strecke bewältigen kann.

Zum Aufladen nutzte ich das mitgelieferte 2A-Netzteil, dass für eine Vollladung des Akkus rund acht Stunden benötigt. Ich freue mich bereits auf die Rückfahrt nach Berlin.

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