Skifahren und Tanzen in Lavant

Blick auf Lavant/Osttirol
Blick auf Lavant/Osttirol

Seit vielen Jahren tanzen wir aktiv in einem Tanzclub in Köln-Lindenthal. Dort werden immer mal wieder Tanz-Workshops und -Freizeiten angeboten, die unterschiedlichste Möglichkeiten bieten und auf einem Kreuzfahrtschiff oder in einem Golf-Ressort stattfinden.

In diesem Jahr entschieden wir uns an einer Tanzwoche im 4* Hotel Dolomitengolf in Lavant/Osttirol teilzunehmen. Unsere Gruppe setzte sich aus Teilnehmern der Tanzschule van Hasselt und lokalen Gästen des Hotels zusammen und zählte insgesamt 13 Paare. Da wir schon seit rund fünf Jahren das Skifahren ganz aufgegeben und auch unsere Skiausrüstung verkauft haben, war das zusätzliche Angebot des Skifahrens am Vormittag reizlos. Stattdessen konnten wir aber an einer geführten Schneeschuhwanderung teilnehmen und den Wellnessbereich für Massagen und die  Sauna zum Entspannen nutzen.

Wir flogen von CGN nach Klagenfurt, wo uns ein Bus des Hotels erwartete, der uns ins rund 100 km entfernte Lavant brachte. Die Reise dauerte etwa 90 Minuten und führte vorbei am Wörter See durch landschaftlich reizvolles Gebiet direkt in die Dolomiten-Region.

Bereits im Vorfeld unseres Besuches hatten wir uns beim Hotel nach einem Allergiker gerechten Zimmer erkundigt, das wir dann auch bei unserer Anreise zugeteilt bekamen. Es lag in einem sehr ruhigen Bereich des Hotels, war geräumig und bot einen Talblick in Richtung Liens.

Wer aber glaubt, dass eine Tanzwoche Urlaub darstellt, der wurde eines besseren belehrt: Jeden Tag gab es rund zwei Stunden Tanzunterricht und es wurden neue Abläufe gelehrt: Langsamer Walzer, Rumba und Cha-Cha-Cha standen auf dem Programm. Zwar freuten wir uns auf das Tanzen, dass es aber Stress darstellte, damit hatten wir gar nicht gerechnet. Nach dem ersten Tanzabend waren wir geschafft und hingen ziemlich durch. Das anschließende gemeinsame Abendessen war eine kleine Entschädigung für die Anstrengungen des Unterrichts.

Das Speiseangebot war überzeugend und bot Abwechslung für jeden Geschmack. Von deftiger österreichischer Hausmannskost über internationale Spezialitäten bis hin zu vegetarischen Kleinigkeiten, die allerdings gesucht werden mussten. Wir befanden uns eben in einem Gebiet, in dem Fleisch, Wurst und Wildspezialitäten ganz oben auf der Speisekarte stehen.

Nachdem die ersten Tag sehr trüb und wenig ansprechend waren, fing es dann aber an zu schneien und die Umgebung verwandelte sich in eine Schnee-Traumlandschaft, die zum Wandern einlud. Zwar war das recht beschwerlich, aber entspannend und beruhigend, denn die Natur präsentierte sich als ziemlich unberührt und die Luft war klar. Ideal für Asthmatiker, die sich hier gut bewegen konnten, denn das Atmen wurde dadurch erleichtert. Zahlreiche Wanderungen von rund 10 km haben wir in der Zeit neben unserem Tanzprogramm absolviert. Nach einer solchen Aktivität freuten wir uns immer wieder auf Massagen und Saunagänge, die von André professionell durchgeführt wurden. Ich hatte eine ayurvedische Ölmassage, die so gut war, dass ich währenddessen sogar eingeschlafen bin.

Jeden Nachmittag wurde eine Jause angeboten, die im Halbpensionspreis des Hotels mit eingeschlossen war. Die Getränke mussten bezahlt werden, aber die täglich wechselnden, köstlichen Speisen nicht. Das war eine Überraschung, mit der wir nicht gerechnet hatten.

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes gab es einen Galadinner-Abend, den wir uns besonders vorstellten. Leider wurden wir enttäuscht und es stellte sich heraus, dass man nur nicht die Speisen wählen konnte, sondern das was angeboten wurde, zu nehmen war. Eine herbe Enttäuschung, wenn man von einem Galadinner eine andere Vorstellung hat. Ungeachtet dessen, war der Abend unterhaltsam und wir konnten die Tanzwoche gesellig beenden.

Mein Resümee lautet, dass es keine preiswerte Woche (rund 1.300 EUR/Pers. zzgl. Flugkosten) war. Im Großen und Ganzen wurde aber der Mehrwert geboten, den man bezahlen musste.

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