_Hotelrezension: Maritim Bremen

Hotelrezension: Maritim Bremen

Maritim Hotel, Bremen, DE 👍👍👍👍

Gut gelegen, aber in die Jahre gekommen – Zusatzleistungen haben ihren Preis

Juni 2018: Da ich unausweichlich und sehr kurzfristig an einem Samstag nach Bremen musste, suchte ich zunächst auf den einschlägigen Portalen wie etwa Booking.com und Hotel.de nach passenden und günstigen Angeboten. Alle von mir dort gefundenen Hotels wiesen entweder nur Zimmer der Kategorien Standard oder Komfort auf oder waren aufgrund der Dringlichkeit so teuer, dass ich fast die Reise abgesagt hätte. Schließlich fand ich aber das Maritim Hotel Bremen, dass am Bürgerpark liegt und sich sehr zentral zum Hauptbahnhof befindet.

Auf der Webseite des Hotel fand ich unter der Schaltfläche „Angebote“ sogenannte Online-Spartarife. Ich entschied mich für ein Superior-Zimmer, dass für eine Nacht einen unschlagbaren Preis anzeigte. Schnell buchte ich es, denn oftmals sind solche Angebote nur ein Lockvogel und meist schon vergeben. Ich erhielt umgehend eine Bestätigung. Damit ich meine Spätanreise absichern konnte, rief ich noch schnell beim Hotel an und bekam auch eine Zusage, dass das kein Problem darstellen würde, da man ja bereits meine Kreditkartendetails vorliegen habe.

Die Anreise nach Bremen verlief stressfrei, allerdings war das Hotel trotz Navigationssystem im Auto wegen aktueller Straßenbaumaßnahmen in Bremen schwer erreichbar. Angekommen im Hotel parkte ich das Auto in der mit einem Gittertor verschlossenen, hoteleigenen Tiefgarage (18€/Nacht, zwar nicht günstig, aber eine gute Lösung, wenn man sein Auto sicher abstellen möchte).

Der Check-in war schnell, das Personal an der Rezeption, die einen internationalen Flair ausstrahlte, äußert zuvorkommend und ich erhielt den Schlüssel für ein Eckzimmer auf der dritten Etage, die ein reine Nichtraucheretage ist.

Beim Betreten des Zimmers #356 war ich überwältigt: Ich stand in einem Eingangsbereich, von dem aus man das Bad und das Schlafzimmer erreichen konnte, geradeaus ging es weiter in einen Wohnbereich mit einer Sitzecke, einem großen Tisch mit zwei Stühlen und einem Arbeitsplatz, der mit einem LAN-Anschluss ausgestattet war (WLAN funktioniert im gesamten Hotel vorzüglich). Es fehlte einfach an nichts und ich war von dem Preis-Leistungs-Verhältnis des Zimmers beeindruckt. Im Bad gab es eine Dusche, eine Badewanne und einen mit einer Glastür abgetrennten Bidet-/WC-Bereich. Zwar wirkte alles etwas in die Jahre gekommen, aber das gesamte Ambiente des Zimmers gab mir das Gefühl, sehr willkommen zu sein.

Vom Wohnbereich hatte man Blick auf den Bürgerpark und die Geräuschkulisse von der Straße war nur schwach wahrzunehmen. Aus dem Schlafzimmer blickte man direkt auf die Arena, was sich an einem Tag, an dem es dort keine Veranstaltung gibt, als nicht unangenehm herausstellt. Ich kann mir aber vorstellen, dass es bei einer dort stattfindenden Veranstaltung schon unangenehm werden kann, da man sich beobachtet fühlen könnte. Für mich alles gar kein Problem, sondern eher positiv zu sehen, denn es bedeutet in dieser, meiner Nacht … Ruhe.

Zum Abendessen ging ich in das Restaurant, das am folgenden Morgen auch der Frühstücksraum ist. Die Auswahl an Speisen war begrenzt, es gab aber für jeden Geschmack etwas, sodass die Qual der Wahl schnell beendet war, da ich direkt fündig wurde. Das Essen ließ dann etwas auf sich warten, was nicht der Menge der Gäste zu schulden war, sondern eher der frischen Zubereitung: Nach einem Spargelsalat mit Himbeeren-Vinaigrette kam das Hähnchenbrustfilet mit Champignons und Kaiserschoten als Hauptgericht. Beides war köstlich und seinen Preis wert. Der Kellner war zwar etwas zurückhaltend und nicht sehr aufmerksam, bemühte sich aber redlich, seinen Aufgaben gerecht zu werden. Abschließend ließ ich den Tag in der Bar mit einem Gin-Tonic ausklingen.

Zum Frühstück ging es wieder ins Restaurant, in dem ein Buffet angeboten wurde, das leider nicht dem Preis von 19 € gerecht wurde. Die Auswahl war eher bescheiden und das Angebot an frischem Gemüse (Tomaten, Radieschen, usw.) und saisonalem Obst (Erdbeeren, Kirschen, usw.) eher  begrenzt. Ein Omelett sollte meiner Meinung nach auch aus frischen Eiern gemacht werden und es sollte als Basis nicht die gleiche Flüssigkeit wie die für das Rührei genutzt werden.

Alles in allem kann ich daher nicht die vollen Bewertungspunkte geben, empfehle das Hotel aber gerne weiter, da der Zimmerpreis (Zimmer 356) unschlagbar war. Ob man sich dann für das Frühstück entscheidet, sollte jeder selbst sehen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s