_Kurzreise nach Bad Ems

Wer sich entführen lassen und in einer Stadt, die auf viel Historie zurückblickt, entschleunigen möchte, der ist in Bad Ems gut aufgehoben. Thermalquellen und eine malerische Naturlandschaft, die schon seit den Römern bekannt ist und am Obergermanisch-Rätischen Limes liegt, haben im Laufe der Geschichte einen hohen Stellenwert erlangt.

Bad Ems zeichnet sich durch seine frühe Blütezeit und gesellschaftspolitische, historische Bedeutung aus, vor allem aber durch seine urbane Nähe, seine Integrität klassischer Kur-Strukturen und seine optisch ungestörte Einbettung in die umgebende Landschaft.

Der Aufstieg der Stadt zu einem wohlhabenden Kurort ist in einzelnen, gut erhaltenen Gebäuden aus dem Ende des 17. Jahrhunderts zu erkennen. Damals, nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, erlebte die Kur-Industrie einen erheblichen Aufschwung. Bedeutende Gebäude aus dieser Zeit sind unter anderem das Kurhaus, das Mainzer Haus und die Karlsburg sowie die barocke, katholische Kapelle Maria Königin. Beherrscht wird die Stadt von einer Reihe von Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert, als Bad Ems einbedeutender Kurorte in Deutschlands. Ein markantes ist ein Gebäudeensemble, das sich entlang der Lahn erstreckt. In der Römerstraße, die parallel zum rechten Ufer verläuft, sind einige Gebäude aus der Zeit des Herzogtums Nassau erhalten, darunter das Kursaalgebäude und das Kurmittelhaus.

Das heutige Stadtbild von Bad Ems ist geprägt von den repräsentativen Villen in der Wilhelmsallee und der Promenade am linken Flussufer mit dem Künstlerhaus Schloss Balmoral und der Villa Monrepos. Die Liste der Kulturdenkmäler gibt einen Überblick darüber, was man in dieser Stadt alles sehen und besichtigen kann.

Bis heute sind nicht nur die eigentlichen Kurhäuser erhalten geblieben, sondern auch andere Einrichtungen, wie die Malbergbahn, eine typische Freizeit- und Erholungsanlage des 19. Jahrhunderts, oder der historische Bohrturm, eine Bohranlage zur Förderung von Quellwasser aus dem Jahr 1939, die für die Stadt von Bedeutung waren und sind. Im Laufe der Jahrhunderte verführte der romantische Ort, eingebettet in eine harmonische Kurve der Lahn, zahlreiche Künstler, beherbergte regelmäßig Könige oder Zaren und diente als Kulisse für die berühmte Emser Depesche, die 1870 den Deutsch-Französischen Krieg auslöste. Das 19. Jahrhundert hat die malerische Ausstrahlung durch die Rekonstruktion der Türme des Limes und damit weiterer Zielorte verstärkt, da die noch vorhandenen Promenaden die Umgebung am deutlichsten durchziehen.

Der Text setzt sich unter anderem aus einer freien Übersetzung aus dem Englischen von der Webseite der ©unesco.org und Hintergrundinformationen der Stadt Bad Ems sowie Wikipedia zusammen.

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