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Marienbad: Vorbereitungen

Marienbad verzückt mit Jugendstilbauten
Marienbad verzückt mit Jugendstilbauten

Nachdem ich bereits einmal in Tschechien zu Gast war, habe ich mich entschlossen, dieses Land nochmals zu besuchen. Eines der königlichen Bäder sollte es diesmal sein. Die Entscheidung war zwischen Karlsbad, Marienbad und Franzensbad zu fällen.

Zunächst machte ich mich auf die Suche nach Informationen zu den Reisezielen, was sich als relativ einfach gestaltete, denn bei der Internetrecherche stößt man immer direkt auf Wikipedia-Einträge, die einem bereist so vieles von dem bieten, was man gerade sucht. Die KuK-Zeit eröffnet sich dem Besucher und wer Jugendstil und etwas verschnörkelte Architektur mag, der ist in einem der drei Bäder gut aufgehoben.

Marienbad ist der zweitgrößte Kurort in Tschechien und bildet mit zusammen mit Karlsbad und Franzensbad das sogenannte Westböhmische Bäderdreieck.

Karlovy Vary (Karlsbad) ist die größte Kurstadt in der Tschechischen Republik mit einer hohen Konzentration an Thermalquellen. Die Konzentration des architektonischen Reichtums macht es zum größten Kurkomplex Europas. Karlovy Vary ist eine im Mittelalter gegründete Kurstadt (die den Namen des römischen Kaisers Karl IV. trägt) und eine Kurstadt, in der die Kurfunktionen und -aktivitäten, die mit den Mineralquellen verbunden sind, während ihrer weiteren Entwicklung dominierten. Das Kurgebiet erstreckt sich in einem malerischen, tiefen Tal des Flusses Teplá, umgeben von bewaldeten Hügeln. Das Stadtbild wird durch einen großzügigen Bau aus dem 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts im Stil des Historismus und Jugendstils unterstrichen. Zweifellos war das weltbekannte Designstudio von F. Fellner & H. Helmer aus Wien von größter Bedeutung für die Architektur Karlsbads. Neben konzentrierten, kompakten Kurhäusern im Tal zeichnet sich die Stadt durch edle Villenviertel an den Hängen des Tales und in den weiteren Vororten aus. Ergänzt wird der Komplex durch Parks und Waldparks mit einer Reihe herausragender Einzelobjekte (Aussichtstürme, Gartenhäuser etc.) und einem Netz von Wanderwegen. Karlovy Vary ist eine typische Kurstadt mit kosmopolitischem Charakter, wenn es um Stil und Atmosphäre geht. Die Kundschaft des Kurortes bestand aus europäischen Staats- und Königshäusern, Adligen (Staatsmännern und Politikern, berühmten Schriftstellern, Musikkomponisten und Wissenschaftlern). Die internationale Bedeutung der Stadt spiegelt sich in Kirchen verschiedener Glaubensrichtungen wider. Im Rahmen der Reihe Karlovy Vary stellt eine große Kurstadt vom Typ Tal dar, die deutlich von ihrem Geschäfts- und Verwaltungszentrum am Zusammenfluss der Flüsse Teplá und Ohře getrennt ist und deren Kurgebiet unmittelbar mit der umgebenden Landschaft verbunden ist. Dank des Erhaltungsgrades der städtischen Struktur und Architektur gehört die Stadt als Ganzes zu den außergewöhnlich intakten und wertvollen Stätten. Dasselbe gilt, wenn es um die Anbindung der Stadt an die umgebende Landschaft geht.

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Kolonnaden in Marienbad

Mariánské Lázně (Marienbad) zählt zu den großzügigsten Kurorten Europas. Die Stadt wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Zeit des Klassizismus gegründet. Seine Autoren verwandelten das umliegende unangenehme sumpfige Tal in eine bezaubernde Stadt der Parks mit klassizistischen und Empire-Häusern, Glorietten, Pavillons und Kolonnaden. Der Kern des Kurortes ist ein zentraler Park mit der Kurkolonnade im weiteren Teil des bewaldeten Tales. Kur- und Wohnhäuser umschließen diesen zentralen Park als Ring, sie erheben sich zu den Hügeln und sind auch unten im Tal zu finden. Die klassizistischen Kurhäuser (Pavillons über den Quellen und einem Teil der Häuser) dominieren das architektonische Konzept der Stadt. Thermenarchitektur, Häuser und Villen aus dem 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts dominieren. Sie repräsentieren eine Vielzahl von Architekturstilen vom Historismus bis zum Jugendstil. Gut erhaltene Kurhäuser und Hotels sowie verschiedene Bauwerke über den Quellen und Kolonnaden sind die charakteristischsten Bauwerke der Stadt. Die internationale Bedeutung der Stadt spiegelt sich in verschiedenen Kirchen wider. Der Charakter der Kurhäuser klassifiziert die Stadt als Teil der europäischen kosmopolitischen Kurorte. Dank des Erhaltungsgrades der städtischen Struktur und Architektur gehört die Stadt als Ganzes zu den außergewöhnlich intakten und wertvollen Stätten. Dasselbe gilt, wenn es um die Anbindung der Stadt an die umgebende Landschaft geht.

Františkovy Lázně (Franzensbad) ist dank seiner Größe und Bedeutung sowie der Qualität der erhaltenen Gebäude eine der bedeutendsten Kurstädte Europas. Die Kurstadt wurde 1793 in der Nähe zahlreicher Sauerbrunnen gegründet und wurde nach und zu Ehren von Kaiser Franz II. von Österreich benannt. Lokale Heilquellen waren im Mittelalter bekannt. Obwohl die Kurstadt ähnlich wie Marienbad Lázně in der klassizistischen Zeit gegründet wurde, stellt Franzensbad Lázně ein anderes Konzept einer urbanen Komposition dar. Die Kurstadt, die auf einem quadratischen Grundriss mit einem parallelen Straßennetz basiert, zeichnet sich durch eine hohe Konzentration klassizistischer, imperialistischer und historischer Häuser mit einem außergewöhnlich künstlerischen und komplexen Eindruck aus. Seit ihrer Gründung wurde die Stadt zielgerichtet und homogen gebaut. Eine Reihe von Kurhäusern ist von einem großen Park umgeben, in dem sich einzelne, überwiegend klassizistische Kurobjekte über Quellen befinden, die eine hohe architektonische Qualität aufweisen. Entlang des Parkumfangs befindet sich ein ringförmiger jüngerer Teil der Stadt, der aus Kurhäusern im Stil des Historismus, aber auch aus einer orthodoxen und einer evangelischen Kirche von hoher architektonischer Qualität besteht. Der Komplex umfasst alle typologischen Arten, die ein Kurzentrum von europäischer Bedeutung benötigt – Hotels und Pensionen, Pavillons über den Quellen, eine Kolonnade, große Kuranlagen, eine Kirche, ein Theater, kleine Bauten und Skulpturenelemente. Dank des Erhaltungsgrades der städtischen Struktur und Architektur gehört die Stadt als Ganzes zu den außergewöhnlich intakten und wertvollen Stätten.

Die offiziellen Webseiten der Städte verlinken auch gleich zu Reisebüros und Übernachtungsangeboten, die sehr attraktiv klingen. Ich versuchte mein Glück bei einschlägigen deutschen Reiseveranstaltern wie etwa Spar-mit und Busunternehmen, die entweder die eigene Anreise erforderten oder aber ein Gesamtpaket geschnürt hatten, dass attraktiv klang, bei näherem Hinsehen sich aber als Blender entpuppte.

Hotel Chateau Monty in Marienbad
Hotel Chateau Monty in Marienbad

Meine Suche erweiterte ich schließlich auf die unterschiedlichen Hotels der 5* und 4* Kategorie in den jeweiligen Bädern und wurde schnell fündig: Es gab zahlreiche Pakete, die neben Halbpension und einem geräumigen Zimmer auch den Luxus direkt eingebundener Massagen einschlossen. Ich entschied mich für ein Kombi, dass eine Junior-Suite einschließlich Halbpension und zwei Massagen für zwei Personen nur rund 400 EUR im Chateau Hotel Monty kostete. Bei eigener Anreise ein attraktiver Preis, der mich mit Vorfreude auf die Stadt das Angebot bald buchen ließ. Ich entschied mich für die Zeit vom 23. bis 27. Juli – eigentlich als Hauptreisezeit ausgewiesen – und kontaktierte zweitgleich die Spa-Leiterin, damit ich meine Massagetermine gleich festzurren konnte. Nachdem ich mir beim ADAC die Fahrzeug-Vignette für eine Woche besorgt hatte, stand meiner Reise nichts mehr im Wege.

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