_Fünf Tage in Marienbad: Stadtführung_II

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Lageplan der Hotels um den Goetheplatz herum

Nachdem ich viel über die Entstehung von Marienbad bereits gehört hatte, führte uns der Weg vorbei an den beiden ehemaligen Hotels „Grünes Kreuz“ und „Schwarzer Adler“, in dem der englische König Edward VII. (er litt an Gicht, die durch die Waldquelle gelindert wurde) mehrmals residierte. Beide Hotels schreien nach einer Restaurierung. Sie gehören auch zur Danubius Hotel Group, allerdings wurde eine Wiederherstellung bisher nicht in Angriff genommen, da der persönliche Eigentümer der Gesellschaft zwischenzeitlich verstorben ist, die Erbfolge zwei Jahre Klärung bedurfte und die neuen Eigentümer weitere Investitionen und Bauvorhaben erst einmal gestoppt haben. Die Bausubstanz verändert sich zusehends negativ und wenn hier nicht bald etwas geschieht, wird man das historisch wertvolle Gebäude mit den beiden Hotels sobald nicht in neuem Glanz erscheinen sehen. Obwohl ich kein Architekt bin, sagt mir der gesunde Menschenverstand, dass viel Geld in die Hand genommen werden muss, damit der alte Charme wieder zum Vorschein kommt. Ich hoffe, dass das Resultat nicht mehr lange auf sich warten lässt. Das ist aber leider auch von der Auslastung der anderen Hotels in Marienbad abhängig, denn wenn der Gewinn stimmt, lassen Investitionen nicht mehr lange auf sich warten.

Der Vorteil der Hotels, die sich im Besitz der Danubis befinden, liegt darin, dass sich diese um den Park herum angeordnet befinden. Das ermöglichte die unterirdische Anbindung aller kurtechnischen und sportlichen Angebote, sodass ein Gast in einem Hotel der Gruppe die Möglichkeit hat, alle anderen Hotelangebote auch nutzen zu können, ohne dazu das Außengelände zu betreten: Es befindet sich ein unterirdischer Verbindungsgang zwischen den Hotels. Dieser ist so angelegt, dass auch Menschen mit Klaustrophobie sich dort bewegen können, denn alles ist so gestaltet, dass man nie das Gefühl bekommt, dass man sich unter der Erdoberfläche bewegt.

Ich möchte hier aber für kein spezielles Hotel Reklame machen, sondern nur so viel sagen, dass die Vielfalt umfangreich ist und die Angebote unwiderstehlich sind. Alle Personen, die sich für einen Kuraufenthalt oder eine Wellness-Woche in Marienbad interessieren, sollten sich über die Webseite der Stadt informieren. Ein Hinweis von mir: Nicht jedes Hotel, das vier Sterne hat, bietet auch 4-Sterne-Luxus, wie wir es in Deutschland gewohnt sind. Meine Stadtführerin hat mich darauf hingewiesen und der von mir durchgeführte Vergleich von zwei 4-Sterne-Hotels hat es leider bestätigt.

Da wir nun schon einmal in der direkten Nähe des Goetheplatzes waren, besuchte ich auch das Museum, das viel über die Geschichte der Stadt aufzeigte und das bereits von der Stadtführerin gehörte, untermalte. Eine Punkt meiner Stadtführung, der viele Einblicke gewährte.

Nachdem ich fast zwei Stunden im Heimatmuseum gewandelt bin und mich noch eingehender über die noch junge Geschichte von Marienbad informiert hatte, entschloss ich mich, mein verspätetes Mittagessen zu mir zu nehmen. Mein Weg führte mich zum Rybi Restaurace, dass sich gleich neben dem Reisebüro und der zentralen Bushaltestelle befindet. Die angebotenen Speisen sind typisch für diesen Landesteil. Ich entschied mich für Blaubeeren-Pfannkuchen mit Sahne, Eis und Kaffee und habe es nicht bereut: einfach köstlich und außergewöhnlich. Die Bedienung war freundlich und sprach auch etwas deutsch, sodass die Verständigung relativ einfach war.

In dieses Lokal bin ich während meines Aufenthaltes noch zwei Mal gegangen, obwohl ich eigentlich in meinem Hotel Vollpension hatte. Das Essen war aber hier bedeutend einfallsreicher und geschmacklich besser als in meinem Hotel. Und wie schon gesagt, war das Personal professionell und zuvorkommend.

Obwohl ich noch mehr über die Stadtgeschichte schreiben könnte, verweise ich hier auf die Webseite von Marienbad, da man dort vieles finden und nachlesen kann, was einfach nicht sinnvoll wäre, hier nochmals wiederholt zu werden. Für den nächsten Tag habe ich mir vorgenommen, das kleine Schloss des Fürsten Metternich und das Hochmoor zu besuchen. Dazu aber demnächst mehr.

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