_Hotelrezension: Dorint Maison Messmer

Mein Weg führte mich einmal wieder nach Baden-Baden. Aufgrund meiner positiven Erfahrungen der vergangenen Besuche in dieser schönen Stadt, suchte ich nach einem Hotel der 5*plus Kategorie, um mich für meine journalistische Arbeit zu belohnen, was ja ansonsten niemand macht. Ich bin mir das wert und leiste mir entsprechendes.

Nach umfangreicher Suche auf einschlägigen Hotelportalen fand ich schließlich ein Angebot, das sich aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr gut darstellte: Zwei Nächte im 5* Dorint Maison Messmer für unter 400 EUR einschließlich Frühstücksbuffet. Ich wollte das Angebot buchen, stellte aber sehr schnell fest, dass es auf der angefragten Webseite nur ein Standardzimmer zu diesem Preis gab. Daraufhin kontaktierte ich das Dorint-Hotel direkt. Die Dame aus der Reservierungsabteilung war sehr freundlich und kundenorientiert, sodass wir nach eingehender Absprache zu einer Lösung kamen. Ich bekam ein Superior-Doppelzimmer zu einem Preis angeboten, der unschlagbar, allerdings auch nicht erstattungsfähig war. Ich zögerte nicht lange und buchte das zugesagte Zimmer.

Per E-Mail erhielt ich die umgehende Reservierungsbestätigung mit einer Wunschliste im Anhang, in die ich meine Sonderwünsche wie etwa eine gewünschte Tageszeitung, Allergiker-Bettwäsche, Chauffeur-Dienste, Blumen auf dem Zimmer usw. eintragen konnte.

Die Vorfreude auf das Hotel und den Aufenthalt war groß und ebenso die Erwartungen, ob wohl alles, was man zugesagte hatte, auch eingerichtet bzw. durchgeführt werden würde.

Das vorbestellte Taxi wartete leider nicht wie bestellt und bestätigt am Bahnhof in Baden-Baden, sodass die Ankunft etwas gespannt verlief. Nach einem kurzen Anruf im Hotel wurde mir zwar zugesagt, sofort einen Ersatz zu schicken, ich griff aber auf eines der verfügbaren Fahrzeuge am Taxistand zurück, denn ich wollte nicht länger warten.

Der Empfang im Hotel war sehr persönlich und zuvorkommend. Die Dame am Empfang entschuldigte sich für das fehlende Fahrzeug und übergab als Kompensation einen Getränkegutschein. Das Gepäck wurde vom Concierge entladen und gleich aufs Zimmer gebracht. Im Zimmer angekommen fand ich alles nach meinen Wünschen vor: GT-Grüße für meine Begleitung und eine kleine Aufmerksamkeit. Das Zimmer war geräumig und bot den Komfort, den ich mir gewünscht hatte. Es wäre schön gewesen, wenn das Bad ein Fenster gehabt hätte, aber das ist leider aufgrund der Lage im Gebäude nicht möglich.  Nachteilig empfand ich, dass sich die Klimaanlage nicht nur auf heizen stellen ließ, denn das Gebläse war praktisch immer an, was sich nachts als sehr störend herausstellte. Nur das komplette Abschalten der Klimaanlage verschaffte die Ruhe, die ich mir gewünscht habe.

Zum Spa gelangt man über einen zweiten Lift, sodass ein ungestörter Zugang gewährleistet wird und man direkt im Bademantel dorthin gehen kann. Auch hier war der Empfang professionell freundlich und mit Hinweisen zu allen Zusatzangeboten wie etwa Massagen und Packungen gespickt. Die Saunalandschaft war klein, aber schön gestaltet. Hier konnte ich zwei Stunden entspannen, ohne das Gefühl zu bekommen, dass man gehetzt wurde, den Platz wieder zu räumen.

Für das Abendessen mit Freunden hatten wir einen Tisch im Theaterkeller reserviert. Wir gingen zwar davon aus, dass es sich dabei um ein elegantes Ambiente handeln würde, was aber eher nicht der Fall war. Es erinnerte eher an eine Bierstube oder ein einfaches Lokal als ein Restaurant in einem 5* Hotel. Die Speisekarte war kurz und sehr lokal ausgerichtet, aber die Weine konnten sich sehen lassen, sodass der Abend mit gutem Wein und einem deftigen Abendessen ausklingen konnte.

Das Frühstück wird in einem großen Raum auf der 1. Etage serviert. Hier ist das Platzangebot leider sehr beschränkt und man sitzt zu viert nicht gerade bequem an einem 4er-Tisch. Ich empfehle die Vorbestellung eines größeren Tisches, damit man entspannt frühstücken kann. Die Auswahl an Speisen ist umfangreich und das Serviceangebot (verschiedene Eierspeisen, Waffeln, Cappuccino, usw.) gut organisiert.

Den Tag verbrachten wir mit Sightseeing, Einkäufen und der Inanspruchnahme von Dienstleistungen in der Innenstadt. Einen Optiker fragten wir nach einer lokalen Empfehlung und erhielten den Hinweis auf das Schneider’s. Eine wirklich sehr gute Empfehlung, die ich dahingehend erweitern muss, dass zwingend ein Tisch vorbestellt werden muss, denn das Restaurant ist klein und sehr gut besucht. Hier findet man einen Gastwirt, der seinen Beruf noch mit Hingabe und Überzeugung ausführt. Als exzellenter Weinkenner entführt er jeden Gast auch gerne mit einer Weinempfehlung der besonderen Art. Ich empfehle dieses Restaurant und werde sicherlich in naher Zukunft wieder dort zu Gast sein wollen.

Nach einem sehr guten Abendessen freuten wir uns auf einen Absacker in der Bar des 5*Hotels. Dort angekommen mussten wir aber erkennen, dass sich das Klientel des Hotels nicht zwingend an Etiketten und Verhaltensregeln anpassen wollte. Die Gruppe der DB-Mitarbeiter verhielt ich so, wie man die Bahn schon immer kennt: rücksichtslos und selbstherrlich. Ein Wermutstropfen, wie wir ihn nicht als Abschluss unseres Aufenthalts hätten erleben wollen. Der Barkeeper bemühte sich zwar redlich, uns den Abend trotz allem erfreulich und erquicklich zu gestalten, konnte aber über den Lärm der DB-Gäste nicht hinwegtäuschen. Hier hätten wir uns gewünscht, dass die Hotelleitung entsprechend eingegriffen hätte. Ein Minuspunkt auf unserer Liste der eigentlich nur positiven Erfahrungen, die wir im Maison Messmer machen konnten.

Der Abschied am nächsten Morgen war professionell und höflich. Hier zeigte es sich wieder, was es bedeutet, in einem Hotel dieser 5*-Kategorie übernachtet zu haben. Trotz der Unannehmlichkeiten am Abend in der Bar empfehle ich das Hotel gerne weiter. Jeder Gast sollte nach entsprechenden Angeboten Ausschau halten, denn es lohnt sich immer wieder, auch in einem so hochwertigen Hotel mit der Buchungsabteilung zu sprechen.

Alle Bilder: ©Urheber-ID 986011

 

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