Ross-River-Fieber in Australien: Mückenschutz für Reisende wichtig

Ende Februar 2019 wurde in mehreren Parks in Sydney im Rahmen von staatlichen Surveillance-Maßnahmen das Ross-River-Virus in Mücken nachgewiesen. Das Virus führt zum sogenannten Ross-River-Fieber. Dieses ist zwar nicht lebensbedrohlich, kann aber zu andauernden Gelenkschmerzen und weiteren starken Beeinträchtigungen führen. Die Behörden haben die Bevölkerung daher aufgerufen, bei Aktivitäten im Freien auf Mückenschutz zu achten. Zu diesem sorgfältigen Mückenschutz rät das CRM Centrum für Reisende auch Touristen mit Ziel Sydney und Australien.

Bereits seit 1928 wird in Australien über Symptome des mückenübertragenen Ross-River-Fieber berichtet. Es bricht vor allem im Sommer und Herbst aus und tritt üblicherweise im Norden und Nordwesten des Landes auf. Frauen sind besonders, Kinder dagegen kaum betroffen. Die Ursachen dafür sind bislang nicht geklärt. Neben Australien ist das Virus auch auf Samoa, Tonga, den Cook-Inseln sowie in Neu-Guinea verbreitet. „Gegen das Ross-River-Fieber ist keine prophylaktische Impfung verfügbar“, erläutert Professor Dr. med. Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. „Der beste Schutz ist, nicht gestochen zu werden.“

Deshalb sollten sich Reisende nach Australien in den Küstengebieten und in Inland-Regionen mit Flussläufen tagsüber und nachts vor Mückenstichen schützen. Sinnvoll ist als Mückenschutz das Tragen heller und möglichst geschlossener Kleidung. Da Moskitos durch dünne Materialien hindurchstechen können, kann es sinnvoll sein, feines Gewebe zusätzlich mit einem Insektenschutz zu imprägnieren. Zum Auftragen auf freie Hautstellen eignen sich zudem Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET (Diet-hyltoluamid) in einer Konzentration von mindestens 30 Prozent. Diese bieten mindestens drei Stunden lang Schutz gegen die meisten stechenden Insekten.

Hauptüberträger des Ross-River-Virus sind in den Küstengegenden vor allem die tagaktive Aedes- und im Inland die überwiegend nachtaktive Culex-Mücke. Beide Arten können aber auch entgegen ihrer normalen Aktivität aktiv werden. Ihre Stiche sind schmerzlos, machen sich aber nach kurzer Zeit durch Juckreiz bemerkbar. Zwischen drei und 21 Tagen kann es dauern bist die Erkrankung ausbricht und zwar in Form von Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, leichtem Fieber sowie Schmerzen der Handflächen und Fußsohlen. Die Gelenkbeschwerden können Wochen bis Monate andauern, bis die Erkrankung ausgeheilt ist. Außerdem kann bei vielen Patienten ein Hautausschlag auftreten, der sich vor allem im Gesicht zeigt. „Eine spezifische Therapie gegen die Krankheit existiert bislang nicht, deshalb erfolgt die Behandlung symptomatisch mit nichtsteroidalen Antirheumatika und gegebenenfalls Physiotherapie“, erklärt Professor Jelinek. Reiserückkehrer aus Australien die unter Gelenkschmerzen leiden, sollten sich untersuchen lassen, da die Möglichkeit besteht, dass sie am Ross-River-Fieber erkrankt sind. Die Untersuchungen werden von Reise- und Tropenmedizinern durchgeführt.

Quelle: www.promedmail.org vom 24. Februar 2019

 

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