Let’s move on

Was ich mit der Überschrift sagen will: Lasst uns alle nicht verzweifeln, sondern positiv nach vorne schauen und gemeinsam gegen alles (an)kämpfen, was auf uns unerwarteter Weise zukommt.

Das mag wie eine Floskel klingen, soll es aber nicht sein. Erst gestern habe ich erneut in einem TV-Beitrag eines Virologen hören müssen, der sagte, dass bei einer „normalen“ Grippe bis zu 20.000 Menschen jährlich sterben! Jährlich! Im Jahr 2017/2018 waren es sogar über 25.000 Menschen, die die Tagesschau am 30.9.2019 berichtete! Und wir glauben heute, dass aktuell 2.600 Tote eine Katastrophe bedeuten?

Ja, es ist eine Katastrophe, denn jeder Tote repräsentiert ein Schicksal, das vielleicht hätte vermieden werden können. Jede Grippeschutzimpfung bietet uns die Scheinsicherheit, dass wir gegen einen Grippetod gefeit seien. Sind wir aber nicht, denn trotz allem kann ein Virus stärker als jede Impfung sein und dich ins Bett zwingen. Vor etwas mehr als zwei Jahren hat mich nach erfolgter Schutzimpfung im Oktober des Vorjahres ein Grippevirus für 14 Tage ans Bett gebunden: Fieber über 39,5 °C, trockener Husten und körperliche Schwäche verbunden mit übermäßigem Schwitzen. Fakt war, dass ich damals nicht zum Arzt ging (ich bin kein großer Freund davon) und ich meine „Erkältung“ selber auskurieren konnte. Schlimmsten Falls hätte mich das auch mein Leben kosten können. Ich hatte also viel Glück und ein intaktes Immunsystem mit Abwehrkräften, die stark belastet wurden: Leider musste ich danach einen Geruchs- und Geschmacksverlust hinnehmen. Dieser ist heute nach über zwei Jahren noch immer zu fast 70 % vorhanden, lässt mich aber hoffen, dass ich doch im Laufe der Zeit einiges wieder zurückerlangen werde. Es gibt einen sehr positiven Seiteneffekt des Ganzen: Jede öffentliche Toilette ist für mich seitdem geruchlos!

Ich wünsche mir, dass meine Ausführungen einen kleinen Hinweis darstellen, dass wir nicht aufgeben und verzweifeln sollten. Wir müssen, wenn wir uns wieder auf dem Weg der Normalisierung befinden, zusammenhalten und die wirtschaftlichen Verluste (Steuermindereinnahmen, Geschäftsschließungen, Insolvenzen, usw.) versuchen schnellstmöglich auszugleichen.

Covid-19-geschuldet habe ich bereits drei meiner Reisen, die ich für diesen Blog geplant hatte, absagen müssen. Bei einigen Reiseanbietern war das problemlos möglich, da meine Reise bereits so lange im Voraus gebucht war. Bei anderen musste ich mit Verlusten verbunden eine Stornierung durchführen. Dabei verlor ich jedesmal fast 40 % meiner Vorauszahlungen (meist erst nach mehrfachem Versuch), bin mir aber sicher, dass dieser Verlust für die Beherbergungsbetriebe wiederum eine kleine Stütze und Hilfe bedeuten, damit diese nicht in die Insolvenz abgleiten. Geringere Einnahmen sind besser als gar keine – so sollte heute die Devise lauten. Und ich weiß, wovon ich spreche, denn als Freier Journalist brechen einem häufig Aufträge weg, für die man bereits in Vorauslage getreten war. Sofern man Rücklagen gebildet hat, ist das zwar ein Verlust, der aber nicht zwingend zur Zahlungsunfähigkeit führen sollte.

Ich wünsche allen ein erholsames Osterfest, bleibt zu Hause oder geht im Park bzw. Wald maximal zu zweit spazieren, genießt einen Fahrradausflug und bewahrt immer den erforderlichen Abstand von 1,5 Metern, damit wir diesem Coronavirus weiterhin die Stirn bieten können.