Think positive

Noch immer sind wir von einem Virus bedroht, der als die unbekannte Gefahr nicht wahrgenommen werden kann, da unsichtbar, geschmack- und geruchlos! Verunsicherung macht sich breit und zunehmend kommt es zu Anfeindungen alter und kranker Menschen in den sozialen Netzwerken. Wir krank ist denn unsere Gesellschaft bereits, dass sich einige das Recht herausnehmen, über das Leben anderer Menschen entscheiden zu dürfen. Pfui sage ich und jeder, der so etwas sagt bzw. unterstützt, sollte sich bewusst werden, dass auch er einmal älter sein wird.

Ungeachtet dieser Anfeindungen sehen wir uns aber mit weiteren Beschränkungen im täglichen Leben konfrontiert: Abstandsregeln, Masken(pflicht – leider noch nicht flächendeckend in Deutschland), Öffnungsverboten, eingeschränkter Reisefreiheit usw.

Unsere Reisefreiheit, geliebt und gelebt, ist beschränkt und wird es wohl noch einige Zeit weiter bleiben. Ich empfehle jedem, der darunter leidet, sich nicht so „bewegen“ zu können, wie eigentlich gewohnt, dass man seine Urlaubserinnerungen hervorkramt, sich die wunderschönen Fotos und Videoclips anschaut, die man selber aus dem Urlaub heimgebracht hat oder sich „nur“ an den Erinnerungen seiner Freunde, Familie oder Bekannten zu ergötzen. Im Video-Chat über Skype, WhatsApp oder andere Anbieter kann darüber gesprochen sowie das Gesehene mit ausführlichen Erläuterungen aufgewertet werden. Und die Vielfalt der Angebote ist überwältigend: Von jedem Kontinent, aus jedem Land und jedem Waldstück können so Geschichten erzählt werden, die unterhaltsam sind und uns von den niederschmetternden Covid-19-Gedanken ablenken werden.

Ich habe mir persönlich das Ziel gesetzt, dass ich keine Bilder von mir auf Instagram veröffentliche, sondern nur Rückblicke auf meine bereits besuchten Reiseziele und Ausblicke auf mögliche zukünftige! Träumen sollte jeder, denn das ist kostenlos und nicht an nur einen bestimmten Ort gebunden. Es wäre zu schön, wenn man Social Media dafür einsetzen würde, um anderen in der Krise etwas Schönes präsentieren zu können.

Skeptiker mögen jetzt einwenden, dass auch Menschen schön anzuschauen sind. Zugegebenermaßen: Ja! Aber muss es immer wieder ein Bild eines halb entblößten Körpers sein? Nicht das ihr glaubt, ich sei prüde. Nein, ganz im Gegenteil. Schönheit soll sich immer zeigen, sollte aber nicht als Ware präsentiert werden.

Mir steht es nicht zu, andere Menschen zu maßregeln. Ich wünsche mir nur, dass wir alle aus dieser unberechenbaren Situation mit dem geringsten persönlichen Schaden herauskommen werden. Bitte bleibt alle weiterhin auf den sozialen Netzwerken aktiv und gebt mir eine Rückmeldung über euer Verhalten in den derzeitigen Krisenzeiten. Bleibt gesund und schützt euch und eure Lieben!

2 Gedanken zu “Think positive

  1. Wie immer so treffend formuliert und mit einer positiven Botschaft versehen. Danke dafür! Ich sehe auch zunehmend Ausgrenzung auf vielen Ebenen. In unserer Gesellschaft haben einige Menschengruppen keine Lobby. Ältere Menschen, obdachlose Menschen, kranke Menschen etc. Die Selbstoptimierung, die viele betreiben lässt verkennen, dass wir alle rasend schnell in eine Schieflage geraten können und dann genau der Personengruppe angehören, die wir zuvor verächtlich behandelt haben. Aber ich erlebe auch Solidarität, ein Nachdenken, ein trotz räumlicher Distanz innerlich aufeinander zugehen. Die Welt wird bald eine andere sein, wir können sie mitgestalten. Ich habe auf Instagram deine wunderbaren Fotos aus der sächsischen Schweiz gesehen. Da war ich einmal 1986, Erinnerungen, positive Gedanken und Reisewünsche für die Zukunft wurden wach. Ich habe bislang viel zu wenig von dieser schönen Welt gesehen, das hoffe ich ändern zu können. Bleibt gesund und bei guter Stimmung.

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    1. Dankeschön für Deine Anmerkungen, die mir zeigen, dass es noch immer vernünftige Menschen in dieser Gesellschaft gibt. Meinen Enkelsöhnen habe ich gestern den Hinweis gegeben, dass der Mangel an Reisen, so wie es zurzeit ist, auch die Möglichkeit bietet, Ziele anderer Menschen mehr zu schätzen. Es muss nicht immer Island, Mallorca, Amerika, Asien oder Australien sein. Investieren wir lieber in ein hochauflösendes Gerät, um diese Bilder dann auch entsprechend genießen zu können. Ich schlage vor, dass wir alle, die wir in Deutschland oder einem anderen Land der EU leben, versuchen, zunächst unsere eigene nähere Umgebung besser kennenzulernen. Sollte es dann wieder die Möglichkeit geben ins Ausland zu reisen – was mit Sicherheit nicht mehr so preiswert sein wird –, dann ist jedes Nachbarland ein weiteres Entdeckungsziel. Think positive … wir werden diese schweren Zeiten hoffentlich alle gut überstehen.

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