Besuch der Maare

Blick auf das Schalkenmehrener Maar

Am vergangenen Wochenende habe ich mich zusammen mit meiner Frau einmal wieder auf eine Reise begeben: Unser Weg führte uns in die Vulkaneifel – nach Daun.

Jetzt mag sich manch einer fragen, was macht man denn dort? Wir hatten einen Besuch der Maare geplant, wobei wir uns für das größte, das Schalkenmehrener Maar entschieden haben. Im Panorama Hotel in Daun mieteten wir für zwei Nächte ein Zimmer auf der zweiten Etage, das mit einem 4gängigen Verwöhnmenü und einem 3gängigen Abendessen im Rahmen der Halbpension zum Preis von 246 €/pP angeboten wurde. Kein Schnäppchen, aber für ein 4*-Hotel sicherlich angemessen.

Bei der Ankunft wurde wir mit Corona-geschuldeten Gesichtsmasken empfangen und erhielten ein Zimmer auf der ersten Etage zugewiesen, das aber gar nicht dem von uns bestellten entsprach. Die Ausstattung war anders als beschrieben, der Standard entsprach auf gar keinem Fall einer 4*-Kategorie und es roch sehr unangenehm. Auf unseren Reisen haben wir bereits bedeutend besseres gesehen. Nachdem ich reklamierte, dass das nicht das uns bestätigte Zimmer sei, erhielten wir das genau darüber liegende Zimmer, dass einen bedeutend besseren Eindruck machte: Langsam bewegten wir uns hin zum 4*-Niveau, hatten es aber noch nicht erreicht. Der Blick vom Balkon über Daun entschädigte aber für vieles.

Blick auf Daun in der Vulkaneifel

Das viergängige Abendessen, das ausgezeichnet abgestimmt war, ließ auf mehr hoffen. Den Abend verbrachten wir zusammen mit Freunden, mit denen wir uns hier verabredet hatten, und planten unseren gemeinsamen Ausflug an die Maare der Vulkaneifel. Dazu nutzten wir die App Komoot, die ich bereits seit einiger Zeit sehr erfolgreich zum Wandern einsetze.

Obwohl ich mich mit Empfehlungen meist schwer tue, möchte ich eine solche hier für diese App aussprechen, denn sie erfüllt genau unsere Anforderungen: Schnelle Anzeige von Touren, die durch die entsprechende Angabe von Dauer, Schwierigkeitsgrad und Sportart vorausgewählt werden können!

Nach abgeschlossener Planung der Wanderroute genossen wir für den Rest des Abends die Ruhe auf dem Balkon unseres Zimmers.

Das Frühstücksbüffet am nächsten Morgen war enttäuschend: Überschaubar spartanisch und die meisten Gäste hielten sich nicht an Abstandsregeln! Wir hatten erwartet, dass man Brot und andere Frischwaren mit einem Servierwagen am Tisch anbietet! Hier konnte sich aber jeder am offenen Büffet ohne Einhaltung von Hygieneregeln selbst bedienen. Zudem war das Wasser für den Tee nicht heiß genug, sodass dieser nach feuchtem Papier schmeckte. Alles in allem sehr enttäuschend, sodass wir uns schon bald auf den Weg nach Schalkenmehren machten, um die Maare zu umrunden. Für die Maarebesucher gibt dort es einen speziell ausgewiesenen Parkplatz, was aufgrund der „Größe“ des Ortes auch angeraten ist, denn durch Wildparker wird die schon knappe Ortsdurchfahrt noch enger.

Unser Weg führte uns vorbei am Freibad auf einen etwa sechs Kilometer langen Rundweg, der einfach zu begehen war. Der Rundblick über das Schalkenmehrener Maar, verbunden mit der ausgezeichneten Luftqualität bot uns Stadtmenschen genau die Erholung, für die wir uns hierher aufgemacht hatten: Einfach herrlich!

Nach etwa einer Stunde kamen wir wieder zurück in den Ort, wo wir uns unter Corona-bedingten Schutzmaßnahmen in einem Restaurant zum frühen Nachmittagssnack niederließen. Gestärkt machten wir uns dann wieder auf den Rückweg, um vor dem Abendessen den Spa-Bereich im Hotel noch zu nutzen, für den wir eine Reservierung angemeldet hatten, denn die Anzahl der gleichzeitigen Nutzer war aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen auch hier begrenzt. Gegen 19:30 Uhr fanden wir uns dann im Restaurant ein, wo wir nunmehr das 3gängige Menü genießen konnten. Dem Koch spreche ich hier ein Lob aus, denn entgegen dem Eindruck von den Zimmern und dem Frühstücksbüffet, bereitet er Speisen, die einem 4*-Hotel angemessen waren.

Am nächsten Morgen war das Frühstücksbüffet nicht anders als am Tag zuvor, sodass wir enttäuscht gegen Mittag das Hotel verließen. Ebenso wie wir würden auch unsere Freunde das Haus nicht mit 4 Sternen würdigen. Trotzdem bot uns der Ausflug die erhoffte Auszeit und ließ uns für die kommende Woche Kraft tanken. Die Maare sind aber eine Reise wert und der Fantasie des Menschen keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, sich vorzustellen, wie diese Maare entstanden sind und welche Gefahr vielleicht von ihnen ausgehen mag.